Montagmorgen in deutschen Praxen und Apotheken
Seit Montag, dem 12. Oktober, haben viele Arztpraxen, Apotheken und Kliniken in Deutschland Probleme, die Telematikinfrastruktur zu erreichen, das nationale Gesundheitsnetz, und die Gematik meldet Störungen bei Anbietern, deren Konnektoren von Secunet oder RISE stammen.
Ausfälle oder Teilausfälle gibt es beim Versichertenstammdaten-Abgleich (VSDM), beim sicheren Nachrichtendienst (KIM), bei E-Rezepten, bei der elektronischen Patientenakte und bei elektronischen Krankschreibungen.
Mit anderen Worten, nichts geht mehr.
Konnektoren von CGM sind laut Gematik nicht betroffen, weil die CGM das Sicherheitsfeature (DNSSEC) nicht nutzt. Ursache ist der planmäßige Wechsel des DNS-Root-Schlüssels.
Der neue DNS-Root-Schlüssel war schon vor 21 Monaten öffentlich, doch Secunet- und RISE-Konnektoren verwenden noch den alten. Und ohne den neuen können keine neuen Tunnel ins deutsche Gesundheitsnetz aufgebaut werden.
Und das passiert nicht zum ersten Mal.
Ende Mai 2020 konnten rund 80.000 von etwa 130.000 angeschlossenen Praxen und Kliniken einige Dienste des Gesundheitsnetzes nicht erreichen, und die betroffenen Konnektoren stammten von T-Systems, RISE und Secunet.
Und Mitte Juni 2020 war der Stammdatenabgleich bei mehr als 40.000 Praxen immer noch gestört, und die Behebung brauchte Updates vor Ort durch Dienstleister.
Ursache damals war ein im Mai 2020 planmäßig neu gesetzter DNS-Root-Schlüssel.
Das seit heute zu Verfügung stehende Update für Secunet Konnektoren scheint unserem Kenntnisstand nach dieses Problem auch nicht zu lösen.
Hier hilft dann nur das manuelle austauschen des Schlüssels.
Für RISE Konnektoren gibt es Stand heute noch keinerlei Lösung.
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App statt Arzt - verpflichtendes Primärarztsystem
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Schlechte Karten - IT-Sicherheit im Jahr null der ePA für alle
Der Vortrag von Bianca Kastl analysiert eingehend die Sicherheitsprobleme und Vulnerabilitäten der elektronischen Patientenakte (EPA)
und der Telematikinfrastruktur (TI) in Deutschland. Es werden Schwachstellen bei Authentifizierungsverfahren,
Praxisverwaltungssystemen und Zugangsmitteln wie Heilberufsausweisen ausführlich dargestellt.
Trotz mehrerer ergriffener Maßnahmen und gesetzlicher Anpassungen sind die Systeme weiterhin potenziell unsicher,
etwa im Umgang mit Prüfnachweisen und der Manipulierbarkeit von Zugriffsrechten.
Ein gravierender Mangel ist das Fehlen einer manipulationssicheren Kartennummernprüfung, bekannt seit 2022,
dessen Behebung erst 2026 erwartet wird. Die Nutzung von Video-Ident-Verfahren gilt als interimistische,
jedoch unsichere Lösung. Es wird kritisiert, dass politische Entscheidungsprozesse oft auf kurzfristige Legislaturperioden
fokussieren, anstatt langfristige, parteiübergreifende Strategien für digitale Infrastruktur zu verfolgen.
Abschließend wird die Notwendigkeit betont, die EPA so zu gestalten, dass Gesundheitsversorgung effizienter und sicherer wird.
was gegenwärtig noch mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist.
Bianca Kastl Minute 36:10
Sie haben eine Sicherheitslücke geschlossen. Ich würde das eher als einen fehlenden Weitblick über das eigene System verstehen.
Das BSI wurde in diesem Prozess der Mitigationsbewertung ebenfalls eingebunden, aber das BSI wusste natürlich auch nichts davon,
wenn die Gematik ebenfalls nichts wusste, logisch.
Man hat die elektronische Ersatzbescheinigung angepasst, und jetzt gibt es ein neues Profil, das sehr spezifisch heißt: EEB Coverage EGK No Address Line.
Das bedeutet, dass man jetzt als Praxis keine Adressdaten mehr erhält, wenn man eine Ersatzbescheinigung möchte.
Bianca Kastl Minute 36:49
Dann dachte man sich, das ist besonders clever, weil es ja sein könnte, dass Adressdaten irgendwo vorhanden sind.
Wir modifizieren deshalb das Datum des Versicherungsbeginns und machen daraus zum Beispiel den 01.01.1900, weil das in dem Moment ausreichend ist.
Ich würde sagen, das ist kein Zero-Knowledge-Proof und hat ein Red Label eingebaut, sodass man jetzt nicht massenhaft elektronische Ersatzbescheinigungen
besorgen kann, um massenhaft ePässe zu knacken. Das heißt, wir sind jetzt irgendwie hier mit dieser Kette von Mitigationsmaßnahmen,
die in Summe immer noch potenziell unsicher sind.
Bianca Kastl Minute 37:24
Man hat es aber mit genügend Gaffer-Tape und Fixes so hingebogen, dass es zumindest nicht sofort auseinanderfällt.
Sicher ist es jedoch immer noch nicht.
Das hat die Gematik auch zugegeben und gesagt, es ist technisch betrachtet nicht ganz sicher.
Man wird es aber beheben. Speziell an der Situation ist, dass bei der elektronischen Patientenakte in der Version 3.0 besonders Wert
auf einen Betreiberausschluss gelegt wird.
LINK zum Vortrag (https://media.ccc.de/v/39c3-schlechte-karten-it-sicherheit-im-jahr-null-der-epa-fur-alle)
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Die elektronische Patientenakte (ePA) – Whatever it takes!
Digitalisierung in der Medizin 2025 von Stefan Streit
Augen zu und durch, begleiten Sie mich weiter auf dem Weg zur elektronischen Patientenakte (ePA). Es ist nicht so, dass die Welt auf die ePA gewartet hätte. Auch haben wir keine Notlage, die drastische Maßnahmen erforderte. Aber die EU-Kommission hat die Datenökonomie im Gesundheitsdatenraum (EHDS) nun einmal beschlossen. Die ePA bildet dafür die zentrale Datenpipeline. Bald sprudelt der ersehnte Datentreibstoff für KI & Co. Auch wenn vorher eigentlich noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen wären. Whatever it takes! (Dauer 62 min)
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Danksagungen unserer in den Ruhestand gegangenen, langjährigen Mitglieder
Dr. J. A. Allgemeinmediziner
,,Ich danke Ihnen sehr für die immer freundliche und positiv zugewandte Unterstützung, sei es in Form von Fortbildungen oder berufspolitischen Informationen. Herzlichen Dank für Ihr wertvolles Engagement!"
,,Auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank für all die Jahre Engagement für uns und vor allem für die Organisation wirklich hochkarätiger Fortbildungsveranstaltungen, die immer Spaß gemacht haben."
,,Ich bedanke mich für die langjährige, angenehme und immer einwandfreie Betreuung."
A. H., Allgemeinmediziner & Psychoterapeut
,,Vielen Dank für die vielen Jahre und die tollen Fortbildungsveranstaltungen. Wir wünschen dem Gesundheitsverbund alles Gute und weiterhin viel Erfolg in diesen bewegten Zeiten des Gesundheitswesens."
,,Ich möchte mich hiermit ausdrücklich für die vielfältige Unterstützung meiner ärztlichen Tätigkeit in den vielen Jahren meiner Mitgliedschaft bedanken. Die regelmäßigen Fortbildungsangebote haben mich lange begleitet und waren sehr wertvoll für mich. Für die weitere Arbeit wünsche ich allen Mitgliedern und besonders Herrn Dr. Lorenz viel Elan und Erfolg."
,,Für die gute Zusammenarbeit und Ihr stetes Engagement für uns Ärzte, bedanke ich mich herzlich."
,,Herzlichen Dank für die jahrelange sehr gute Vertretung und die sehr engagierte Arbeit."
,,Ich bedanke mich gerne für die Interessenwahrnehmung des GVBs im Praxisalltag."
Wir bedanken uns, bei allen ehemaligen Mitgliedern für die langjährige Treue und auch bei unseren jetzigen Mitgliedern, für die Unterstützung unseres Vereins.
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