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Das Aus für den Konnektor ist besiegelt, darüber kann auch Ihr Marketing bla bla nicht hinwegtäuschen.
Es ist kaum zu glauben, für wie blöde die Ärzteschaft gehalten wird.

Aber fangen wir von Vorne an.
Seit Jahren teilen wir mit, die  Telematikinfrastruktur (TI )  ist nicht  datenschutzkonform und darf durch die Ärzte in der Form nicht betrieben werden.
Einer von vielen Gründen ist die fehlende Datenschutz-Folgeabschätzung für die TI.
Herr Spahn sagte dazu:
Eine Datenschutz-Folgeabschätzung ist von Seiten der GEMATIK für die TI nicht erforderlich.
Er sieht die rechtliche Verantwortung bei den Leistungserbringern.
Auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, zeigte sich auf eine Nachfrage
„nicht glücklich“, weil die Entbindung der GEMATIK von der datenschutzrechtlichen Verantwortung „nicht sachgerecht“ sei.

https://www.heise.de/news/Warum-es-bei-kuenftigen-Datenpannen-in-der-Medizin-keine-Schuldigen-geben-wird-4876918.html

Kein Leistungserbringer kann für die BlackBox Zentrale TI eine Datenschutz-Folgeabschätzung abgeben.
Ergo, darf und kann er die TI in dieser Form nicht betreiben.
Dies würde nur gehen, wenn die Betreiber der TI eine solche Abschätzung abgeben würden, auf die sich der Leistungserbringer beziehen könnte.
Dies wurde aber  jahrelang kategorisch abgelehnt.
Und das, obwohl z.B. ein e-Rezept in der Zentralen TI lesbar gemacht wird (keine  Ende zu  Ende Verschlüsselung), um es weiter zu verarbeiten.

https://www.heise.de/news/E-Rezept-kommt-ohne-Ende-zu-Ende-Verschluesselung-4927214.htmlDie Einführung des E-Rezepts ist für 2022 geplant, allerdings ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Auf Seiten der Telematik-Infrastruktur kann mitgelesen werden.

Ein weitere Grund von dem wir immer geredet haben, ist die völlig veraltete Technik und die verkrusteten Strukturen.
Diese sind das größte Hemmnis für  innovative und  datenschutzkonforme Lösungen.

https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zum-vernetzten-Gesundheitswesen-So-kann-es-nicht-weitergehen-4993663.html

Und nun?
Kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus, wenn es nicht so traurig wäre.
Der liebe Herr Spahn macht  das, was er offensichtlich am besten kann.
Probleme  ignorieren und weg diskutieren bis es nicht mehr geht.

Ok, Herr Spahn, nun geht es nicht mehr.
Na dann, kommt ein neues Gesetz.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/dvpmg.html

Auszug:
Leistungserbringer werden durch gesetzliche Datenschutz-Folgenabschätzung entlastet.
Mit dem Gesetz übernimmt der Gesetzgeber für die Verarbeitung personenbezogener Daten
in den Komponenten der dezentralen Telematikinfrastruktur (z.B. Konnektoren und Kartenlesegeräte)
die sogenannte Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Von dieser Möglichkeit, die Datenschutz-Folgenabschätzung vom Gesetzgeber durchzuführen, wird erstmalig
in Deutschland Gebrauch gemacht.

Hier wird der Leistungserbringer von Etwas entlastet, das er bei genauerem hinsehen für die TI nie Leisten konnte und durfte.
Für seinen Eigenen Bereich wäre er ohne Probleme dazu in der Lage. Aber eben nicht für die TI.
Das übernimmt nun der Gesetzgeber, in dem er diese Tatsache der fehlenden Datenschutz-Folgeabschätzung einfach weiter ignoriert.
Problem gelöst?

Von der Sache her ist dies als Eingeständnis zu verstehen.
Die zu unrecht einbehaltenen Honorare der sogenannten TI-Verweigerer
(die angeblich ewig gestrigen, Innovationsbremsen) müssen ohne wenn und aber zurückgezahlt werden.

Aber damit nicht genug:
Die Einsicht, die Technik ist veraltet, kommt nun so allmählich. Oder vielmehr, man kann es nun nicht mehr wegdiskutieren.
Und nun müssen die wirklichen Innovationsbremsen, also die Praxen die sich sinnloser Weise an die TI angeschlossen haben,
kräftig weiter bezahlen.
Denn die Dampfmaschine Konnektor kann voraussichtlich erst ab 2025 ersetzt werden.
Das die Konnektoren ersatzlos abgeschafft werden, steht inzwischen außer Frage.
Leider müssen wohl diese Praxen aber vorher noch mal einen Konnektor auf eigene Kosten kaufen, da deren Sicherheitszertifikate vorher ablaufen.
Das  Gleiche gilt für die Kartenlesegeräte.

https://www.heise.de/news/Aus-fuer-Konnektor-und-elektronische-Gesundheitskarte-Gematik-stellt-TI-2-0-vor-5032098.html

Ob die nächste Lösung etwas taugt kann bei den verkrusteten Strukturen jetzt schon bezweifelt werden.
Denn niemand wird kampflos seinen Machtbereich aufgeben.

Dabei könnte eine Lösung so preiswert, einfach und absolut ausfallsicher sein.

https://www.heise.de/tp/features/Dezentrale-resiliente-und-datenschutzfreundliche-eHealth-Konzepte-4882485.html

Der bis dato völlig sinnlose "blanko Formularausdruck" könnte so unerwartet einen Sinn bekommen.
In dem man einfach einen 2d Barcode auf das Rezept, die AU oder ähnlich druckt.
Dann sind diese  von  Menschen und Maschinen   lesbar.
Sie  funktionieren ohne Strom und anfällige Technik an jedem Ort.
Und der Patient hat den Datenschutz im wahrsten Sinne des Wortes selber in der Hand.
Damit kann man natürlich nicht so viel Geld an völlig nutzlosem Zeug verdienen.
Damit kann man keinen reglementieren und bevormunden oder mit Geldstrafen belegen (Zwang).

Herr Thomas Maus hat schon 2005 sehr viel Weitblick bewiesen.
https://events.ccc.de/congress/2005/fahrplan/attachments/640-Gesundheitstelematik22C3v1.0.pdf

Irgendwie ist es traurig, bei so viel vorhandenem Wissen, sich von den TI Jüngern jahrzehntelang lang so verarschen zu lassen.

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